Bild wurde mit KI erstellt.
Hand aufs Herz: Wie viele Stunden hast du schon damit verbracht, den „perfekten“ Prompt aus einer Liste zu kopieren, nur um festzustellen, dass das Ergebnis für deine Gruppe viel zu kompliziert oder didaktisch völlig am Thema vorbei war?
Das liegt oft daran, dass die KI kein Lehrer ist. Begriffe wie „Niveau A2″ oder „Binnendifferenzierung“ interpretiert sie nur oberflächlich. Das Ergebnis ist das, was ich das „Prompt-Lotto“ nenne.
Das Problem
Viele sammeln Prompts aus dem Internet und hoffen, dass einer davon schon passen wird. Gespeichert irgendwo in einer Mail, einem Dokument, einer Notiz. Wenn man sie später braucht, findet man sie oft nicht mehr. Und wenn doch, muss das Ergebnis wieder überarbeitet werden. Am Ende passiert etwas Paradoxes: Man verbringt mehr Zeit mit Suchen, Testen und Korrigieren als mit der eigentlichen Unterrichtsplanung. Das Problem ist nicht der Prompt. Es ist das im System dahinter.
Ohne System landet man schnell hier: „Erstelle eine A2-Aufgabe zum Thema Wohnen.“ Das Ergebnis? Eine Aufgabe, die vielleicht passt. Vielleicht auch nicht.
Mit meinem Masterprompt füllst du nur noch vier Lücken aus. Den Rest erledigt der Prompt. Er weiß bereits, was die KI daraus machen soll. Wie genau das funktioniert, zeige ich dir gleich.
Die „KI-Falle“: Beschäftigungstherapie statt Lernziel
Die KI kennt weder deine Kursteilnehmenden noch deine Lernziele. Im ersten Moment sieht eine von der KI generierte Aufgabe gar nicht so schlecht aus. Schaut man genauer hin, fehlt oft die didaktische Struktur, und die Aufgabe wird zur reinen Beschäftigung. Die Lernenden arbeiten zwar, kommen aber nicht wirklich weiter.
Stell dir vor, die KI ist wie ein Orchester. Ohne Dirigent gibt es meist nur Kauderwelsch oder Stücke, die eh jeder auswendig kennt. Die KI kann Material liefern und mitdenken, aber die didaktischen Entscheidungen bleiben bei dir. Du bleibst der Dirigent deiner Unterrichtseinheit. Dein pädagogisches Feingespür ist dabei das, was den Unterschied macht.
Mein Ansatz: Systematik vor Schnelligkeit
Statt ständig neue Prompts auszuprobieren, arbeite ich mit einem festen System. Die Idee dahinter ist einfach: Ein gemeinsamer Text für alle Lernenden, dazu Aufgaben auf unterschiedlichen Niveaus. So arbeitet die ganze Gruppe am selben Material, aber jeder auf seinem Level.
Der Kern dieses Systems ist mein Masterprompt zur Binnendifferenzierung. Er arbeitet mit vier Variablen: Thema, Niveau, Lernziel, Materialart. Damit erstellt die KI in einem Durchlauf:
- Einen Text für alle
- Basis-Aufgaben für alle (Lesen & Sprechen)
- Gezielte Unterstützung für Schwächere (Lückentexte)
- Transferaufgaben für die Schnelleren
Ein Blick in die Praxis
Stell dir vor, du planst eine Unterrichtseinheit zum Thema „Wohnungssuche“. Du öffnest den Masterprompt und füllst die vier Variablen aus:
Thema: Wohnen | Niveau: A2 | Lernziel: Lernende können Wohnungsanzeigen verstehen und gezielt Informationen entnehmen sowie Rückfragen formulieren | Materialart: Wohnungsanzeige
Die KI generiert daraus: einen Anzeigentext, eine Wortschatzliste, drei Leseaufgaben, zwei Sprechaufgaben, Lückentexte als Hilfe für schwächere Teilnehmende und Transferaufgaben für die Schnelleren.
Alle arbeiten am selben Material. Niemand fühlt sich abgehängt. Die Ergebnisse lassen sich anschließend gemeinsam besprechen.
Hier siehst du, wie das aussehen kann:
Hinweis: Diese Screenshots zeigen nur einen Ausschnitt. Im KI-Starter-Workflow findest du weitere Auszüge, unter anderem die passend zur Wohnungsanzeige generierte Wortschatzliste und die Aufgaben für alle.




Hinweis: Dieses Beispiel habe ich mit Gemini erstellt. Der Masterprompt funktioniert jedoch mit jeder KI, egal ob ChatGPT, Claude, Microsoft Copilot etc. Entscheidend ist der Input, den du der KI gibst.
Die KI als didaktischer Sparringspartner
Was mich an diesem Ansatz besonders überzeugt: Die KI bleibt nicht passiv. Sie denkt aktiv mit und macht von sich aus Vorschläge für den nächsten Schritt, nachdem sie die Aufgaben generiert hat, zum Beispiel:
„Wären Sie daran interessiert, dass ich für diese Unterrichtseinheit noch eine passende Grammatikübung zu den lokalen Präpositionen erstelle? Oder wäre es hilfreich, wenn ich noch ein kurzes Rollenspiel-Skript für ein Telefonat mit dem Vermieter entwerfe?“
Genau das ist der Moment, in dem KI zur echten Entlastung wird.
So startest du
Hole dir meinen KI-Starter-Workflow. Leg dir den dort enthaltenen Masterprompt an einem festen Ort ab, z. B. in einem Dokument oder einer Tabelle namens „KI-Assistent“, damit du dein Werkzeug immer griffbereit hast.
Im KI-Starter-Workflow bekommst du:
- Den Masterprompt zum direkten Einsatz
- Ein vollständiges Praxisbeispiel mit echtem KI-Output
- Einen konkreten Tipp zur Nachsteuerung, falls das Ergebnis mal nicht auf Anhieb sitzt.
Probiere es direkt mit deinem nächsten Unterrichtsthema aus. Du wirst schnell merken, wie viel Zeit du gewinnst.
Kurze Einordnung: Der Masterprompt im KI-Starter-Workflow ist bewusst auf Lesen und Sprechen ausgelegt und bietet dir einen klaren Einstieg. Ich arbeite gerade an einem erweiterten System, mit dem sich alle vier Fertigkeiten abdecken und komplette Unterrichtseinheiten vorbereiten lassen. Mehr dazu kommt bald.
Und nun bin ich gespannt: Welches Thema hast du als Erstes getestet? Wie hat das Ergebnis für dich und deine Lernenden funktioniert? Schreib es mir gerne in die Kommentare – dein Feedback hilft mir, das System noch besser auf unseren Unterrichtsalltag abzustimmen.

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